Die Geschichte über die Aufzucht eines Kalbes vom Brunkshof


22.2.2017

 

Um alles von Anfang an mitzubekommen, starten wir mit dem Kalb vor der Geburt. In den nächsten zwei Wochen werden vier Kühe kalben. Eines dieser Kälber wird das Kalb, über die die Geschichte entstehen wird. Die neuesten Bilder werden immer nach oben gesetzt. Außerdem werden die Bilder mit einem Datum versehen.

Das Kalb wird das Patenkalb von meiner Nichte Denise. Sie darf bei allen wichtigen Entscheidungen mitbestimmen.

Für alle anderen, die diese Seite besuchen, gibt es hoffentlich viele schöne Bilder und Videos zu sehen und vielleicht auch ein klein wenig neues Wissen über die Landwirtschaft von heute. Ich wünsche Euch allen viel Spaß.

 

Karsten vom Brunkshof 

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14.5. 2018

Was für ein Schreck heute in den frühen Morgenstunden. Beim Füttern der Rinder bemerkte ich ein Tier mit zwei dicken Sprunggelenken. Beim genaueren Hinsehen merkte ich: Das ist ja Sarah!! Wie konnte das nur so schnell passieren?

Zum Glück scheint Sarah keine größeren Schmerzen zu haben. Sie läuft ganz normal durch den Stall. Aber trotzdem: Beide Sprunggelenke links und rechts sind gleichzeitig stark verdickt. Ich hoffe, es wird keine ernste Entzündung daraus. 

18.3.2018

Heute ist wieder ein besonderer Tag für Sarah. Sie hat heute ein kleines Schwesterchen bekommen. Bei der Geburt ist alles gut verlaufen und Sarahs Schwester und Mutter sind wohlauf. Sarahs Schwester ist im übrigen ihre Halbschwester. Beide haben die gleiche Mutter, aber einen unterschiedlichen Vater. Das liegt daran, das unsere Kühe künstlich besamt werden und somit Kälber von vielen unterschiedlichen Vätern geboren werden. Aber mehr dazu in ein paar Monaten, wenn Sarah selbst das erste Mal künstlich besamt wird.

15.3.2018

Heute ist Sarahs Geburtstag!!! Sie ist jetzt ein Jahr alt. Ihre Maße sind jetzt:

Höhe: ca. 1,35 -1,40 m 

Gewicht: ca. 350 kg.

Sarah hat damit in einem Jahr ca. 300 kg zugenommen. Sie hat somit an einem durchschnittlichen Tag 820 g zugenommen. Da sie in dem ganzen Jahr nicht krank war, kann ich wirklich sehr zufrieden sein. Hoffentlich geht es weiter so. 

Einen kleinen Überblick, was Sarah an ihrem Geburtstag und auch an fast allen anderen Tagen so macht, erhältst Du im folgenden Video.


3.3.2018

In den letzten Tagen habe ich dieses Selbsttränkebecken wirklich sehr zu schätzen gelernt. Die Tiere drücken mit der Schnauze gegen die Zunge des Tränkebeckens und öffnen so ein kleines Ventil, so dass Wasser in das Tränkebecken läuft. Das alles können die Tiere ganz alleine. Die jungen Tiere schauen sich die Funktion des Tränkebeckens einfach bei den älteren Tieren ab und lernen es so ganz schnell.

Der Grund, warum ich diese Tränken so zu schätzen gelernt habe, war die sehr kalte Witterung der letzten Tage. Bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich sind nämlich fast alle Wasserzuleitungen zu diesen Tränkebecken eingefroren. Somit mussten wir einige Tage alle paar Stunden Wasser in große Tröge füllen und diese zu den Tieren bringen. Eine wirklich sehr zeitaufwendige Arbeit, bei der mir die Einfachheit dieser Selbsttränkebecken noch einmal voll bewusst geworden ist.

Auf dem unteren Bild siehst Du Sarah, wie sie am Tränkebecken Wasser säuft.


30.12.2017 Wie wird Sarah im Jungviehstall gefüttert?

Mit einem Gabelstapler wird jeden Tag Futter für die Jungrinder in den Stall gefahren.

Das Futter wird am Futtertisch ausgekippt. Da nicht für alle Tiere gleichzeitig ein Fressplatz zur Verfügung steht, müssen sich die Tiere abwechseln. Aber dazu haben sie ja auch den ganzen Tag Zeit, so dass alle Tiere zu ihrem Recht kommen.

So sieht es dann aus, wenn das Futter für einen Tag in den Stall gefahren wurde. Mehrmals täglich wird das Futter wieder dicht ans Fressgitter geschoben, so dass die Tiere das Futter erreichen können.

So sieht es im Kuhstall aus, nachdem die Rinder gefüttert wurden. Sarah und ihre Altersgenossen bekommen nämlich immer die Reste der Milchkühe.

Hier siehst Du Sarah. Aufgenommen wurde das Bild im November 2017. 


9.9.2017 Sarah zieht um.

Heute ist ein aufregender Tag für Sarah. Denn heute zieht Sarah aus dem Kälberstall aus und in den Jungviehstall ein. Auf dem Bild siehst Du im Hintergrund den Kälberstall und im Vordergrund den Viehanhänger, auf dem Sarah und ein paar andere Kälber die Strecke vom Kälberstall zum Jungviehstall transportiert werden   (30 m).

Ein Viehanhänger hat eine schräge Klappe, die die Kälber nutzen können, um auf den Anhänger zu kommen. Links ist die Klappe begrenzt durch die Kälberstallwand und rechts durch ein Absperrgitter.

Jetzt wird der Viehanhänger genau passend an die Tür des Jungviehstalles gefahren. Er muss ganz genau und sehr dicht an die Tür gefahren werden, damit die Kälber keine Lücke zum Ausbrechen nutzen können.

So sieht das ganze von innen aus.

Die Klappe wird geöffnet. Erst einmal sind alle Kälber zurückhaltend und etwas ängstlich. Was wird die Kälber hier wohl erwarten?

Das ist Sarahs neuer Stall. Die Tiere laufen auf einem Betonspaltenboden, der Kot und Urin in die darunter liegende Güllegrube durchlässt. Links und rechts siehst Du Liegebuchten. Die Liegebuchten sind mit Gummimatten ausgelegt, damit die Tiere weich liegen können. Große Fenster und Türen sorgen für viel Licht und frischer Luft im Stall. Beides ist sehr wichtig für das Wohlbefinden der Tiere. 

Auf den vier obenliegenden Bildern siehst Du, wie die Kälber in den Liegebuchten stehen und dort das leckere Kuhschrot fressen. Sarah ist auf den drei unteren Bildern zu sehen. Sie ist jetzt die Kleinste im neuen Jungviehstall. Mit einem Gewicht von ca. 180-200 kg wiegt sie nur etwa halb so viel, wie die größten Tiere in diesem Stall. Für die neuen Tiere aus dem  Kälberstall ist es anfangs keine einfache Zeit. Sie müssen sich an den neuen Stall gewöhnen und sind jetzt auch nicht mehr die größten Tiere, wie zuvor im Kälberstall. Am Anfang müssen sich die Kleinen unterordnen und den großen Tieren immer ausweichen und Platz machen. Zum Glück haben sich Sarah und die anderen neuen Kälber sehr schnell an den neuen Stall und die Umgebung gewöhnt.


31.7.2017

Sarah ist schon eines der größten Kälber im Stall. Mit etwas mehr als 4 Monaten wiegt sie ungefähr 150-180 kg. Du siehst sie auf dem Bild links hinter dem Kalb mit dem Halsband. Auf dem Bild unten steht sie direkt an der Wand. 


13.7.2017

Wovon lebt Sarah eigentlich mittlerweile?

Sarah ist jetzt schon 4 Monate alt und erhält seit etwa 5 Wochen keine Milch mehr. Der Tränkeautomat hat Sarah ganz langsam von der Milch entwöhnt. Jeden Tag hat er Sarah 0,2 Liter weniger Milch angerührt. So hatte sie noch Hunger und fraß jeden Tag ein klein wenig mehr von dem ihr angebotenem Beifutter. Auf dem Bild links siehst Du das Kälberkorn. Vielleicht kennst Du dieses Futter aus dem Tierpark. Man kann es dort kaufen und an Ziegen und Rehe verfüttern. Wer das schon einmal gemacht hat, weiß auch, dass es unheimlich gut schmecken muss. Genau wie Ziegen im Wildpark stürzen sich auch die Kälber auf dieses Futter. Aber es ist Vorsicht geboten! Fressen die Kälber zu viel davon, bekommen sie Bauchschmerzen und Durchfall.

Aber was ist eigentlich Kälberkorn?

Mit jeder Lieferung erhalten die Landwirte auch einen Lieferschein, auf dem genau aufgelistet ist, woraus das Kälberkorn besteht. 

Darauf steht: Gerste, Raps, Weizen, Zuckerrübenschnitzel, Molkepulver und außerdem noch Vitamine und Spurennährstoffe. Das ganze wird fein zermahlen und dann pelletiert, so dass es so wie oben auf dem Bild aussieht. 

Außerdem fressen die Kälber noch Gras- und Maissilage. Auf dem Bild links siehst Du, wie die beiden Silagen im Futtermischwagen gemischt werden. Diese Mischung aus dem Futtermischwagen erhalten dann erstmal die Kühe. Mit einer Schubkarre wird dann einmal täglich etwas Silage zu den Kälbern gebracht.

 


13.7.17

Was passiert eigentlich mit Mist?

 

Mist ist ein sehr guter Dünger für unsere Ackerböden. Durch das Ausbringen von Mist

  • erhalten die Pflanzen Nährstoffe,
  • das Bodenleben wird gefördert (es leben in dem Boden zum Beispiel mehr Regenwürmer, da sie durch den Mist gefüttert werden)
  • und die Speicherfähigkeit des Bodens für Wasser steigt an. So können die Pflanzen eine längere Zeit ohne Regen auskommen als Pflanzen auf einem Boden ohne Mist.

Auf dem Bild siehst Du den Miststreuer, wie er am Trecker angebaut ist. Eine solche Maschine ist sehr teuer. Deshalb kaufen wir uns keinen eigenen Miststreuer, sondern leihen ihn aus. 

Der Mist wird in der Regel im Frühjahr vor der Aussaat oder im Herbst nach der Getreideernte ausgebracht. Leider habe ich die Bilder von der Mistausbringung gelöscht. Ich werde sie später noch einmal nachreichen.


3.5.2017 Der Kälberstall wird ausgemistet.

Auf dem Bild siehst Du, wie der Kälberstall schon bis zur Hälfte ausgemistet wurde. In dem Mist befindet sich das Stroh und Kot und Urin (Pipi und AA) der Kälber.

Der Mist wird auf einen Anhänger geladen und dann zum Feld gebracht. Dort wird der Mist erstmal auf einem Misthaufen gelagert und irgendwann mit einem Miststreuer verteilt.

Jetzt ist der Stall ganz ausgemistet. Die Kälber sind in der Zwischenzeit im übrigen draußen im Auslauf und können nicht rein.

Neue Strohballen werden im Stall verteilt.

Sarah am 3.5.2017 im frisch eingestreutem Stall.


10.5.2017

Ein paar unruhige Wochen liegen hinter uns. Mittlerweile haben sich die Kälber von den Atemwegserkrankungen erholt und sind alle wieder gesund. Jetzt möchte ich gerne nochmal Sarahs Stall ein wenig näher vorstellen. Auf dem Bild siehst Du Sarah, wie sie auf Mist steht. Mist ist ein Gemisch aus Stroh und den Exkrementen der Kälber (Kot und Urin). Jeden Tag wird etwas Stroh oben drauf gestreut, damit die Kälber immer trocken und warm liegen können.  

Auf dem Bild links siehst Du ein kleines Strohbund. In diesem Strohbund befinden sich die Halme von Gerste. Bei der Getreideernte werden die Körner durch den Mähdrescher geerntet. Die Halme vom Getreide fallen hinten aus dem Mähdrescher wieder raus und werden dann mit einer Presse in Ballenform zusammengedrückt und zusammengebunden. Der Ballen auf dem Bild ist sehr klein und kann leicht hochgehoben werden. Es gibt aber auch sehr große Strohballen, die nur mit Maschinen bewegt werden können.

Der zweite Teilbereich von Sarahs Stall ist auf dem Bild links zu sehen. In diesem Bereich läuft Sarah auf einem Betonspaltenboden. Kot und Urin fallen auf den Beton und werden durch die Kälber im Laufe der Zeit durch die Schlitze im Boden getreten. Unter diesen Betonspalten befindet sich eine Güllegrube, in der alles aufgefangen wird.

Der Betonspaltenbereich ist der Bereich, der den Kälbern Zugang zum Futtertrog bietet. Neben der Milch ernähren sich die Kälber mit zunehmenden Alter nämlich auch von Silage und Kraftfutter.

Hier ist der Übergang zwischen dem Strohbereich und dem Betonspaltenbereich zu sehen. An dieser Stelle befindet sich auch das Tor zum Außenauslauf. Die Kälber können immer selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten möchten und zwischen den Bereichen hin und her laufen.


Am 27.4.2017 werden auf unserem Hof das erste Mal überhaupt die Kühe, die am Melkroboter gemolken werden, auf die Weide gelassen. Nach monatelanger intensiver Planung hoffen wir, das die Weide unseren Kühen und später auch Sarah einen ganz besonderen Kuhkomfort bietet. Die ersten Stunden auf der Weide waren nicht nur für die Kühe einzigartig schön und aufregend, sondern auch für mich! 

1.5.2017

Alarm im Kälberstall Teil 2!

Nachdem es dem Kalb mit der Nummer 18 jetzt wieder deutlich besser geht und auch zwei der drei behandelten Kälber (darunter auch Sarah) nicht mehr husten, ist heute leider ein Kalb (und zwar das kleine zu früh geborene Kalb, welches sich in den letzten Wochen so toll entwickelt hatte, siehe Beitrag vom 22.4.) verstorben. Die Todesursache ist mir noch völlig unklar. Es hatte zwar in der letzten Woche ein wenig Husten, aber eigentlich schien es, als sei die Erkrankung nicht mehr schlimm. Nachdem das Kalb um 9.00 Uhr heute Morgen noch Milch am Tränkeautomaten getrunken hatte, lag es plötzlich um 12.30 Uhr tot im Stall. Das macht mich wirklich sehr traurig und kam völlig unerwartet. Vielleicht waren bei dem Kalb irgendwelche Organe durch die Frühgeburt noch nicht richtig ausgebildet. 

Was passiert nun mit dem toten Kalb? Alle toten Tiere von einem Bauernhof werden von einer Tierkörperbeseitigungsfirma mit einem LKW abgeholt. In einer solchen Firma werden die Tiere dann so entsorgt, dass keine Gefahr durch ansteckende Keime mehr von ihnen ausgeht. Das ist sehr wichtig, damit die toten Tiere keine Gefahr für die anderen Tiere vom Hof darstellen.

24.4.2017

Alarm im Kälberstall !!!

Als ich morgens in den Kälberstall komme, liegt ein Kalb (mit der Nummer 18) flach am Boden und atmet sehr schwer. Es ist nicht mehr in der Lage, alleine aufzustehen. Sofort wird beim Tierarzt gerufen. Die Tierärztin ist kurze Zeit später vor Ort. Ihre Diagnose: Das Kalb hat eine sehr schwere Lungenentzündung. Die Prognose für eine Gesundung ist sehr schlecht. Wir entscheiden, das Kalb auf jeden Fall trotzdem zu behandeln. Schmerzmittel, Antibiotika, Flüssigkeit über einen Tropf....es wird alles versucht. Am Mittag ist das Kalb tatsächlich wieder in der Lage, aufzustehen. Es ist auf Grund der angeschlagenen Lunge allerdings nicht in der Lage, selber Milch zu saufen. Über ein Drenchgerät (ein Behälter mit Schlauch) wird dem Kalb Flüssigkeit  eingeflößt.

Der nächste Tag. Das Kalb ist noch am Leben, allerdings ist es stark aufgebläht und hat dadurch starke Schmerzen. Die Tierärztin sorgt dafür, das das Kalb die Luft und somit die Schmerzen wieder los wird. Nach zwei weiteren Behandlungstagen ist das Kalb tatsächlich über den Berg und macht einen munteren Eindruck. Ich glaube, es wird wieder gesund.

Doch auch Sarah und zwei weitere Kälber haben leichten Husten. Alle drei Kälber werden auch mit Antibiotika behandelt, um einer Lungenentzündung entgegenzuwirken.

 


22.4.2017

Beim nächsten Mal werde ich etwas näher auf Sarahs Stall eingehen. Wo liegt Sarah eigentlich drauf? Wo kommt das her und was passiert damit später....

Das hätte ich fast vergessen. Erkennst Du das kleine Kalb wieder?

Es ist das Kalb, welches drei Wochen zu früh geboren wurde. Es hat sich erstaunlicherweise ganz toll entwickelt und wiegt mittlerweile fast soviel, wie ein normales Kalb bei der Geburt. Ich hoffe, es bleibt weiter gesund und kann bald zu Sarah in den Stall.


22.4.2017

Sarah ist mittlerweile schon fünf Wochen alt und lebt schon seit etwa drei Wochen im neuen Kälberstall mit den anderen Kälbern zusammen. Im Bild siehst Du Sarah beim Milch saufen. Nachdem Sarah in den ersten 14 Tagen noch die Milch der Mutter bekommen hat, gibt es jetzt eine Milch, die aus Milchpulver und Wasser angerührt wird. Das Anmischen der Milch übernimmt ein Kälbertränkeautomat. In den ersten drei Tagen haben wir Sarah noch zum Tränkeautomaten herangeführt. Danach konnte sie das alleine und geht seit dem immer mal wieder zum Automaten, um zu sehen, ob es schon wieder Milch gibt.

Das ist der Tränkeautomat. Es ist eine Art Computer, der die Kälber am Halsband erkennt. Hat ein Kalb seit einer gewissen Zeit keine Milch mehr abgerufen, mischt der Automat die Milch an und das Kalb kann die Milch an einem Nuckel heraussaugen. Ist die Zeit seit dem letzten Besuch noch nicht sehr lange her, bekommt das Kalb keine Milch.

Der Automat kann jedem Kalb eine unterschiedliche Menge an Milch zuteilen. Innerhalb der ersten 30 Tage am Automaten bekommen die Kälber 6,4 Liter Milch pro Tag, danach gibt es jeden Tag etwas weniger, so dass die Kälber langsam von der Milch entwöhnt werden und anfangen, Futter zu fressen. 

In diesem Behälter befindet sich das Milchpulver.
In diesem Behälter befindet sich das Milchpulver.
An diesem Display können wir überprüfen, ob alle Kälber alleine ihre Milch abgerufen haben.
An diesem Display können wir überprüfen, ob alle Kälber alleine ihre Milch abgerufen haben.
An diesem Nuckel können Sarah und die anderen Kälber die Milch heraussaugen.
An diesem Nuckel können Sarah und die anderen Kälber die Milch heraussaugen.

Auf dem Video siehst Du, wie der Tränkeautomat Milch anmischt. Der Automat arbeitet im übrigen 24 Stunden am Tag und reinigt sich auch noch dreimal täglich selbst.


14.4.2017

Ich habe jetzt noch ein Video von Sarahs Geburt eingefügt. Du findest es weiter unten auf der Seite.


9.4.2017

Sarah hat sich mittlerweile gut eingelebt im neuen Laufstall. Sie bekommt jetzt keine Muttermilch mehr, sondern ein Milchpulver, welches mit Wasser gemischt wird und so wieder zu Milch wird. Fotos davon, wie der Tränkeautomat arbeitet, folgen in Kürze.


1.4.2017

Sarah zieht heute um. Sie ist jetzt alt genug, um in den Gruppenkälberstall zu wechseln. Die ersten Minuten im neuen Stall erlebst Du im Video mit.

Download video: MP4 format


28.3.2016

Heute wird Sarah enthornt. Das Enthornen muss schon in den ersten Lebenstagen durchgeführt werden, da die Hornansätze dann noch sehr klein sind und somit leichter entfernt werden können.

Warum müssen Kälber überhaupt enthornt werden?

In der freien Wildbahn dienen die Hörner der Verteidigung gegen Angreifer. Bei uns im Stall wären Kühe mit Hörnern für alle Menschen, die mit den Tieren arbeiten, eine größere Gefahr für Verletzungen. Zu unserem eigenen Schutz ist eine Enthornung der Kälber somit sehr wichtig. Wichtig ist das Enthornen aber auch für die Kühe selbst. Mit Hörnern hätten die Tiere im Stall häufiger Probleme und würden an Ecken und Kanten hängen bleiben. Dabei könnten sie sich selbst schwer verletzen. 

Vor der Enthornung wird Sarah erstmal betäubt und erhält ein Schmerzmittel. Etwa eine Viertelstunde später wird dann enthornt. Dazu wird ein sehr heißer Enthornungsstab auf die nur im Ansatz zu fühlenden Hörner gedrückt und ein wenig gedreht. Dadurch werden die Verbindungen der Nerven zum Horn durchtrennt und die Hörner wachsen nicht mehr weiter.

Hier siehst Du Sarah etwa 15 Minuten nach der Gabe des Betäubungsmittels. Sie bewegt sich zwar manchmal ein wenig, ist aber ansonsten völlig schmerzunempfindlich

Auf dem Video siehst Du den Enthornungsvorgang beim Nachbarkalb von Sarah. Bei der Enthornung von Sarah ist das Video leider nichts geworden.

Download video: MP4 format

So sieht die Stelle nach der Enthornung aus.


21.3.2017

Auf den Bildern siehst Du Sarah (rechts im Bild und sechs Tage alt) mit dem neugeborenem Kalb, welches drei Wochen zu früh geboren wurde. Während ein normal entwickeltes Kalb bei der Geburt etwa 35-40 kg wiegt, hat das zu früh geborene Kalb nur etwa ein Gewicht von 20 kg.  In den allermeisten Fällen kommen solche Frühgeburten gar nicht lebend zur Welt.

Sarah bekommt zwei Ohrmarken eingezogen. Innerhalb der ersten Tage nach der Geburt muss jedes Kalb mit zwei Ohrmarken gekennzeichnet werden und in einer Internetdatenbank angemeldet werden. So wird sichergestellt, dass keine Tiere verwechselt werden können. 

Hier siehst Du Sarahs Ohrmarken. Das kleine Kalb steht jetzt in der Box neben Sarah.


21.3.2017

Ein unfassbar kleines Kalb ist heute drei Wochen zu früh geboren. Es ist nur halb so groß wie Sarah, ansonsten aber gesund und vital. Es wird in die Einzelbucht neben Sarah einziehen. Fotos folgen.


16.3.2017 ca. 16.00 Uhr

 

Während Hettie, die Kuh, in den Boxenlaufstall umzieht, um dort gemolken zu werden, bekommt das kleine Kalb eine kleine mit Stroh ausgelegte Einzelbox. Hier wird das Kalb die nächsten 14 Tage verbringen.

Einen Namen für das Kalb gibt es mittlerweile auch schon. Das Kalb heißt Sarah. 

Die Milch von der Kuh wird in einen Eimer gefüllt. Aus diesem kann sich das Kalb die Milch durch Nuckeln an der roten nachgeahmten Zitze heraussaugen. Jeden Morgen und Abend wird der Eimer wieder neu befüllt.


16.3.2017

Der nächste Tag. Hettie und ihr kleines Kalb haben sich von der Geburt gut erholt. Das kleine Kalb hat sich schon etwa eine Stunde nach der Geburt das erste Mal hingestellt und sich selbst Milch aus dem Euter der Mutter gesogen. Das ist bei Kälbern ein angeborener Reflex, den sie sofort beherrschen. 

Jetzt ist es endlich geschafft. Endlich habe ich gelernt, wie ein Video hier eingestellt werden kann. Viel Spaß beim ansehen. Auf dem Video siehst Du Sarah einen Tag nach ihrer Geburt. Um das Video anzusehen, klicke bitte auf die rote Schrift "MP4 format" 

Download video: MP4 format


15.3.2017, ca. 20:00 Uhr

Es ist soweit. Die Kuh mit der Nummer 51 und dem Namen Hettie wird gleich ein Kalb zur Welt bringen. Die Vorderbeine sind schon zu sehen.

Es ist vollbracht. Das Kalb ist lebendig und gesund zur Welt gekommen. Die Kuh Hettie ist gleich nach der Geburt aufgestanden und leckt erstmal ihr Kälbchen trocken. Es ist ein weibliches Kalb und wird somit das Kalb, welches wir die nächsten zwei Jahre begleiten werden.

In den beiden Eimern ist im übrigen warmes Wasser für die Kuh, damit diese sich schnell von den Strapazen der Geburt erholt.

Die beiden anderen Kühe im Stall waren auch unheimlich aufgeregt. Sie haben das Kalb auch unmittelbar nach der Geburt mit trocken geleckt. 

So, jetzt ist es Zeit für die erste Milchmahlzeit. Mit der Hand werden in etwa zwei Liter Milch in den Eimer gemolken. Da Hettie das erste mal ein Kalb bekommen hat und vorher noch nie gemolken wurde, ist sie noch sehr empfindlich und tritt mit dem Hinterbein. Das ist nicht ganz ungefährlich für mich. Deshalb muss ich etwas Abstand zum Hinterbein halten.  

Die Milch ist in den Eimer gemolken. Jetzt wird das Kalb damit getränkt. Aus einem speziellen Nuckel saugt sich das Kalb die Milch selbst aus dem Eimer.

Etwa eine Stunde nach der Geburt sind Kuh und Kalb gut versorgt. Auf dem Video siehst du die beiden. Um das Video zu sehen, klicke bitte auf die rote Schrift"MP4 format". Beim klicken auf das Dreieck hörst Du nur einen Ton. 

Download video: MP4 format


10.3.2017 Die Kühe beziehen den Strohstall

Nachdem der Strohstall sauber gemacht wurde und abgetrocknet ist, kann er neu bezogen werden.

Mit Stroh eingestreut bietet der Stall den Kühen einen schön weichen und warmen Liegebereich mit viel Platz.

Diese drei Kühe teilen sich den Stall.

01.03.2017

Hier siehst Du die vier Kühe. Die vorderste Kuh ist eine Kuh, die schon einmal ein Kalb bekommen hat. Die anderen drei werden das erste Mal ein Kalb bekommen.

Wie Du siehst, haben die Kühe noch kein großes Euter. Das bildet sich in den nächsten Wochen und wird dann zur Geburt der Kälber mit der Milchproduktion beginnen. 

Hier siehst Du den Abkalbestall. Dieser Stall wurde gerade gewaschen, damit die Kühe zur Kalbung eine keimarme Umgebung vorfinden und Kuh und Kalb nicht sofort krank werden. Einige Tage vor der Geburt werden die Kühe hier reingelassen. Dazu wird der Bereich dann mit Stroh eingestreut.

Hier können die Kühe fressen.