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Homöopathie

Seit April 2018 gibt es endlich eine Zulassung für homöopathische Einzelmittel, die auch für Tiere der Lebensmittelproduktion geeignet sind. Da haben wir nicht lange gezögert und uns sofort und als einer der ersten landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt in Deutschland diese Mittel beschafft. Homöopathische Mittel sind rein pflanzlich. Sie aktivieren die Selbstheilungskräfte der Tiere, wenn Sie richtig angewandt werden. Umfangreiche Kenntnisse dazu wurden in mehreren Lehrgängen und durch Fachliteratur erworben. Und das Ergebnis? Es ist wirklich beeindruckend. Ein zur richtigen Zeit für das passende Tier gewähltes Mittel hat immer einen durchschlagenden Erfolg. Es ist möglich, Entzündungen aller Art, Fruchtbarkeitsstörungen und vieles mehr völlig ohne Antibiotika oder Hormonen zu behandeln. Und da die Therapie ganzheitlich ausgerichtet ist, hat sie auch eine lang anhaltende Wirkung für das Wohlbefinden der Tiere. Viele Krankheiten entstehen gar nicht erst, wenn die Kuh rechtzeitig mit dem richtigen Mittel behandelt wurde. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel das Mittel Arnika. Wird dieses direkt nach der Geburt einmal verabreicht, heilen Geburtsverletzungen besser ab. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer Fruchtbarkeitsstörung oder Entzündung in diesem Bereich deutlich geringer. 

Effektive Mikroorganismen

Seit etwa drei Jahren setzen wir auf unserem Betrieb Effektive Mikroorganismen ein. Effektive Mikroorganismen sind ausschließlich Mikroorganismen, die positive Eigenschaften haben und nicht krank machen. Das Prinzip kann man sich in etwa so vorstellen:  Werden die Mikroorganismen regelmäßig in den landwirtschaftlichen Kreislauf mit eingebracht, verdrängen sie mit der Zeit die krankmachenden Mikroorganismen, die zum Beispiel Euterentzündungen hervorrufen. Die krankmachenden Erreger werden also nicht abgetötet, sondern in ihrer Zahl so stark reduziert, dass sie kaum noch Schäden anrichten können. Im Gegensatz dazu werden bei herkömmlichen Desinfektionsmitteln alle Mikroorganismen abgetötet, egal ob positiv oder negativ wirkend. Wer es dann als erster schafft, sich den Platz zu sichern, hat die Oberhand. Das können auch mal die krankmachenden Bakterien sein. Positiver Nebeneffekt beim Einsatz von Effektiven Mikroorganismen: Es entstehen keine neuen multiresistenten Keime!!!! 


Heilkräuter

Es gibt unzählige Heilkräuter, die Krankheiten im Anfangsstadium bereits positiv beeinflussen. Wir setzen auf spezielle Kräutermischungen, um zum Beispiel einer Atemwegserkrankung bei Kälbern vorzubeugen oder um die Heilung von Klauenverletzungen zu verbessern.

Einsatz innovativer Hacktechniken

  1. In diesem Jahr haben wir das erste Mal eine mechanische Unkrautbekämpfung mit einer Hackmaschine bei unserem Mais durchführen lassen. Dadurch konnten wir eine chemische Pflanzenschutzmittelbehandlung einsparen und den Mitteleinsatz somit halbieren! Ganz Nebenbei wurde beim Hackeinsatz auch noch eine Grasuntersaat mit eingesät.  Diese sorgt für eine Begrünung der Flächen im Winter, so dass die Nährstoffe im Oberboden verbleiben und vor einer Auswaschung durch Regen geschützt sind. 

Akupunktur

Im Sommer 2017 habe ich mich das erste Mal intensiver mit dem Thema Akupunktur befasst. Ermutigt durch ein positives Erlebnis bei mir selber habe ich versucht, Literatur über dieses Thema zu finden oder einen Kursus speziell für die Anwendung bei Milchkühen zu finden. Es gab leider weder das eine, noch das andere. Aber durch die Beschaffung von Büchern zur Akupunktur bei Pferden und Menschen habe ich mir trotzdem einen kleinen Kenntnisstand dazu aufbauen können. Das Ergebnis ist positiv, aber noch ausbaufähig. Für einige ausgewählte Bereiche habe ich spezielle Punktekombinationen, die etwas positives beeinflussen können, wie zum Beispiel das Loslösen der Nachgeburt oder für das Einsetzen der Geburtswehen. Die umfangreiche Anwendung ist aber für mich sehr schwer. Es ist nicht einfach, die richtige Punktekombination auszuwählen und es ist nicht einfach, diese Punkte bei der Kuh zu finden... Aber wie heißt es so schön: Alles ist anfangs schwer, bevor es leicht ist!

Einsatz von verlustarmen Ausbringungstechniken

In diesem Jahr haben wir unsere Gülle auf dem Grünland direkt in den Boden einschlitzen lassen. Dadurch gehen deutlich weniger Nährstoffe über die Luft verloren.

Das hat zwei Effekte:

1. Es stinkt kaum noch.

2. Der Einsatz von zusätzlichem Mineraldünger kann deutlich reduziert werden.