Aktion "Kartoffeln zum Wegwerfen! Oder doch nicht?"                                                                    Was ist daraus geworden?

  • Es wurden ca. 200 kg (vielleicht auch etwas mehr) Kartoffeln abgeholt. 
  • Es wurden gute Gespräche geführt
  • Es sind gemeinsam hoffentlich gute Ideen entstanden
  • nebenbei habe ich leuchtende Kinderaugen gesehen, als die kleinen Kälber bei uns auf dem Hof bei dem Besuch gestreichelt werden konnten

Vielen Dank für euer Mitwirken und den Ideenaustausch!!! 

Eine erste Idee

Es scheint einige Interessenten für diese Kartoffeln zu geben. Also richten wir doch einfach mal einen Marktplatz für diese Kartoffeln in der Theke der norddeutschen Direktvermarkter ein. Dort können die Kartoffeln bestellt werden und zu einem selbst gewählten Preis gekauft werden. Zum Marktplatz gelangst Du, wenn Du auf das Bild klickst.

Kartoffeln 2. Wahl
ab 1,00 € 0,08 € / kg

Das war die Aktion

  • bei unseren Kartoffeln sortieren wir jedes Jahr zwischen 10 und 30% aus. Das sind dann meistens Kartoffeln mit einer Beschädigung an der Schale oder zum Beispiel Oberflächenschorf. Auch grüne Kartoffeln und sehr kleine Kartoffeln zählen dazu
  • grüne Kartoffeln sind ungenießbar und schmecken bitter, kleine Kartoffeln sind extrem aufwendig zum Schälen
  • aber die Kartoffeln mit einer nicht optimalen Oberfläche? Die könnten ohne Probleme gegessen werden!
  • Kartoffelschorf vermindert etwas die Lagereignung, da ist aber eher die Lagerung über Winter betroffen, nicht die vielleicht zweiwöchige Lagerung nach dem Kauf
  • Was machen wir mit den Kartoffeln?
  • Da wir auf unserem Bauernhof auch Kühe haben, nutzen wir die Kartoffeln als Futterkartoffeln für die Tiere. Die freuen sich auch riesig über die Kartoffeln, weil sie sehr gut schmecken.
  • Aber ist das so nachhaltig? Gibt es nicht eine bessere Lösung?
  • Wenn wir bis zu 30% der produzierten Kartoffeln (und in anderen Lebensmittelbereichen des Gemüseanbaus wird es wahrscheinlich ähnlich sein) anbauen und ernten, ohne sie jemals zu essen - und dann noch Lebensmittel im Einkaufsladen und später bei uns zu Hause verderben oder als Essensrest entsorgt werden - wie viel bleibt denn dann tatsächlich übrig?
  • Die Lebensmittel sind alle beim Anbau gedüngt worden, die Felder sind gepflügt und beerntet worden, wobei viel Kraftstoff nötig ist, Pflanzenschutzmittel sind eingesetzt worden - und das für Produkte, die wir teilweise niemals essen!!!!
  • Das finde ich schade!
  • Um einmal tatsächlich bewusst wahrzunehmen, welche Kartoffeln wir aussortieren, möchte ich Dich einladen, am Freitag, den 21.12.2018 zwischen 14.30 Uhr und 17.30 Uhr bei uns vorbeizukommen und Dir Kartoffeln umsonst abzuholen (maximal 12,5 kg pro Person)
  • Du kannst Dir die besten Kartoffeln von den Aussortierten aus einer Kiste selber aussuchen, solange der Vorrat reicht (es sind etwa 500 kg Kartoffeln in der Kiste enthalten) 
  • Komm vorbei und probiere es aus - vielleicht entstehen neue Ideen zur nachhaltigen Nutzung von Lebensmitteln

Ich freue mich auf Dich!

 

Karsten Indorf vom Brunkshof

 

Diese Aktion steht im Zusammenhang mit der auf dem Brunkshof neu eröffneten

Theke der norddeutschen Direktvermarkter, die ebenfalls das Ziel hat, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. 

Außerdem steht die Theke für Transparenz, Regionalität, leckere Lebensmittel, Vertrauen und Fairness. Mehr Informationen erhältst Du in dem Video.