September 2019

Diese Meldung ist bestimmt für alle Verantwortlichen des Lebensmitteleinzelhandels, die mit den Molkereien verhandeln. Da ich niemanden dort persönlich kenne, versuche ich es einmal über diesen Weg.

Mit großer Freude können wir Ihnen mitteilen, dass die Erweiterung der bestehenden Siloplatte und die Erstellung einer Mistplatte in Kürze beendet sein werden. Nach dem Bau eines Güllebehälters zur Schaffung von zusätzlichem Lagerraum vor zwei Jahren ist damit auch diese politische Vorgabe der nächsten Jahre vorzeitig umgesetzt worden. Ich gehe davon aus, dass Sie gerne bereit sind, die Bereitschaft aller Landwirte zur Erfüllung von Umweltauflagen zu unterstützen, oder?

Die Baukosten im sechsstelligen Bereich und die jährlichen Kosten zur Entsorgung des anfallenden Sicker- und Regenwassers belasten natürlich die Produktionskosten der Milch. Aus diesem Grund möchte ich Sie höflichst bitten, in der nächsten Preisverhandlung mit den Molkereien einen angemessenen Preis für die Milchprodukte zu zahlen, da alle Landwirte in Deutschland die Umsetzung der Umweltauflagen auch bezahlen müssen. Ansonsten können Sie sich darauf einstellen, in ein paar Jahren keine ausreichenden Mengen von Milch aus Deutschland mit den sehr hohen Umweltstandards zu bekommen. Viele Landwirte werden diese Investition nicht mehr tätigen, wenn keine nachhaltige Bezahlung erfolgt. Sie müssten dann mit Milch aus dem Ausland das Regal auffüllen und den Kunden erklären, dass es leider in Deutschland keine Milchbauern mehr gibt, da Ihr Unternehmen dauerhaft zu wenig bezahlt hat! Falls Ihr Unternehmen etwas über nachhaltigen, fairen Handel auf Augenhöhe, Erfüllung von Tierwohl  und wirklicher Transparenz erfahren möchte, schauen Sie sich gerne einmal das Konzept der "Theke der norddeutschen Direktvermarkter" auf unserem Hof an. Mit freundlichen Grüßen- Karsten Indorf vom Brunkshof