Welchen Stellenwert haben Lebensmittel für mich?

Sollen Sie gut schmecken, satt machen, billig sein oder nachhaltig erzeugt sein? Oder alles zusammen? 

Ist mir wichtig, wer meine Lebensmittel produziert? Möchte ich Bauernhöfe für meine Kinder und mich in der Nähe haben?

Was passiert, wenn es keine Bauernhöfe mehr in meinem Ort gibt?

Wer düngt dann den Sportplatz? Wer löscht das Feuer, wenn es tagsüber brennt? Was passiert mit den Feldern? Von wem kann ich mir mal einen Trecker mit Anhänger ausleihen? Gibt es dann noch ein Erntefest?

Ist mir das egal? Ist es besser, Lebensmittel aus anderen Ländern zu bekommen und im Gegenzug keine Beeinträchtigungen durch die deutschen Landwirte zu erleiden?

Am Dienstag, denn 22.10.2019 bleibt unser Hofladen geschlossen. Denn ohne Höfe gibt es auch keine Hofläden mehr! Mehr zu dieser bundesweiten Aktion unter: https://www.youtube.com/watch?v=XLf63hmMUnc&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2ufw3GSnFD2N4qfekO6r7f6nAEk9_VX7KoeKRy65pX-n6oCoqJ5TGY4II Es geht bei dem Protest, der unten genau erklärt wird, nicht um schlechte Preise, wie es sonst bei Demonstrationen der Bauern der Fall war. Es geht um mehr. 

 

Mir persönlich ist es nicht wichtig, wie viel Pflanzenschutzmittel oder Dünger ich auf meinen Feldern ausbringen darf. Von mir aus kann ich darauf auch ganz verzichten. Subventionen vom Staat möchte ich am liebsten auch keine bekommen.  Wichtig ist mir aber, dass ich von meiner Arbeit auch einen Lebensunterhalt für die Familie erzielen kann, dass es faire Handelsbeziehungen gibt, dass die Bürokratie sich auf ein Mindestmaß beschränkt und nicht zuletzt, dass die Arbeit der Landwirte im Konsens mit der Gesellschaft stattfindet. Wir brauchen einander. Die Landwirtschaft braucht die Verbraucher und die Verbraucher brauchen die Landwirtschaft. In diesem Sinne hoffe ich auf Eure Unterstützung und Euer Verständnis (falls es Beeinträchtigungen für Euch persönlich gibt) für die bundesweiten Maßnahmen, die am 22.10. stattfinden, um die Landwirtschaft in Deutschland und damit auch hochwertige Lebensmittel für uns alle in Zukunft zu erhalten.   

 

 

 


Die Bewegung „Land schafft Verbindung – wir rufen zu Tisch“
ruft zu Kundgebungen auf

Bundesweit organisieren sich Landwirte, weil sie von der derzeitigen Umwelt- und Landwirtschaftspolitik die Wirtschaftskraft und den sozialen Frieden im ländlichen Raum in Deutschland gefährdet sehen. Innerhalb weniger Tage nach Gründung haben sich auf Facebook schon mehr als 14.000 Menschen in der Gruppe Land schafft Verbindung zusammengefunden. Die Gruppe plant eine Zentralveranstaltung am

22. Oktober 2019

11:00 Uhr 

auf dem Münsterplatz in

Bonn

Aber auch an vielen anderen Orten Deutschlands (Bonn, Bayreuth, Würzburg, München, Hannover, Rostock, Berlin, Oldenburg, Stuttgart, Rendsburg, Magdeburg) werden sich Bauern mit ihren Landmaschinen auf den Weg in die großen Städte machen, um für Ihre Anliegen einzustehen:

  1. Das Agrarpaket gefährdet bäuerliche Familienbetriebe. Wir wollen sie erhalten.
  2.  Die Verschärfung der Düngeverordnung führt zu Unterdüngung. In den sogenannten roten Gebieten schadet das dem Boden und dem Wasser mehr, als es nützt.
  3. Buhmann der Politik und vieler NGOs: Die permanente negative Stimmungsmache, das Bauernbashing, führt zu Ärger und Frustration im Berufsstand. Diskriminierung, Benachteiligung und Mobbing von Angehörigen gehören zur Tagesordnung. Das gefährdet die Zukunft der Betriebe und des ländlichen Raums. Unter solchen gesellschaftlichen Umständen und ständig an den Pranger gestellt  zu werden, oft weder fach- noch sachgerecht, verliert der Beruf des Landwirts seine Attraktivität.
  4. Das Mercosur-Handelsabkommen gefährdet durch Billigpreise importierter Waren die Versorgung mit sicheren, qualitativ hochwertigen und geprüften Lebensmitteln aus der Region.

Wir wollen mitgestalten
Für ein miteinander,
denn zusammen erreichen wir mehr!
Mit dieser Kundgebung rufen wir zu Tisch –
miteinander reden, statt übereinander!

WIR RUFEN ZU TISCH
für Verhandlungen zwischen Landwirten,
den  beiden Bundesministerinnen für Landwirtschaft
und Umwelt, Julia Klöckner und Svenja Schulze,
sowie den führenden und verantwortlichen NGOs.

wer wir sind

Bundesweit ziehen alle landwirtschaftlichen Akteure
an einem Strang

Das sind WIR

Wir sind die deutschen Landwirte, die grüne Branche. Wir organisieren uns selbst, wir stehen unter keinem Verband, keiner Organisation und keiner Institution.
Wir sind einfach Landwirte, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen. Wir haben das Schweigen und Zuhören satt, wir wollen gehört werden!
Wir sind mittlerweile über 30.000 Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Deutschland, die sich von der Idee von neun unserer Berufskollegen inspiriert und verstanden fühlen.

 

Ein grosses DANKE an ALLE MITWIRKENDEN

Wir sind überwältigt von dem enormen Zulauf unserer Bewegung mit so
vielen aktiven Menschen!

*WIR ALLE SIND DIESE BEWEGUNG!*

Wir sind dankbar über jeden, der sich friedlich für unser gemeinsames Ziel einsetzt. Im Hintergrund sind zahlreiche Menschen neben ihrer Arbeit intensiv mit den Vorbereitungen für einen reibungslosen Ablauf am 22.10.2019 beschäftigt.
Aktiv und konstruktiv sorgen wir alle für den gemeinsamen Erfolg und für ein gutes Gelingen der Ver-anstaltungen mit gutem Ausgang. GEMEINSAM rufen wir zu Tisch, denn wir ALLE sitzen in einem Boot.

Von destruktivem Verhalten grenzen wir uns ab, unser Ziel ist eine friedliche und lösungsorientierte Bewegung.

*Wir sind alle verantwortlich für eine positive Veränderung.*
*Lasst uns das Ding ROCKEN!*

Für alle, die sich konstruktiv einbringen möchten oder Fragen an uns haben,
hier der Kontakt: info@landschafftverbindung.de

 

Unser Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCZUhh6fQXjxKVg7ypv6I3-w