Ein Kranich kommt selten allein

400.000 Maispflanzen mussten in der letzten Woche nachgesät  werden, weil ein Kranich selten alleine kommt und viel Hunger hat.

Auf zwei Feldern von uns etwa fünf Kilometer südlich vom Tister Bauernmoor  wurden in den letzten Tagen ca. 5 ha frisch ausgesäter Mais von Kranichen aufgefressen. Die Kraniche haben die frisch gekeimten Maiskörner Pflanze für Pflanze und Reihe für Reihe aus dem Boden gezogen. 90 % der Fläche mussten neu ausgesät werden. Kosten für Saatgut, Lohn für die erneute Aussaat und einem voraussichtlichen Minderertrag durch die verspätete Aussaat belaufen sich auf ca. 2000 €. Ein Betrag, den niemand ersetzt. Dazu das Risiko eines erneuten Kahlfrasses, da die Vögel dieses Feld bereits kennengelernt haben. Kraniche stehen unter Naturschutz. Vor einigen Jahren waren sie bei uns in der Gegend sehr selten und der Schutzstatus gerechtfertigt. Aber heute? Ist es vertretbar, wenn Kraniche zu Hunderten auf den Feldern die Saat auffressen und es Landwirten nicht einmal erlaubt wird, die Tiere  aktiv zu vergrämen? 

Schön finde ich das nicht! Aber es gibt auch noch viele schöne Dinge in der Landwirtschaft, wie zum Beispiel die Theke der norddeutschen Direktvermarkter mit vielen regionalen Spezialitäten für nachhaltiges Einkaufen oder die Aktion Blühstreifen, Tierwohl und mehr...- beides bei uns auf dem Brunkshof für alle, die eine nachhaltige Landwirtschaft möchten. Mehr dazu auf der Startseite!